Nachhaltiges Reisen: Tipps für deinen nachhaltigen Urlaub

Nachhaltiges Reisen: Tipps für deinen nachhaltigen Urlaub

Der Sommer ist da! Juhu! Das ist die perfekte Zeit, um mal wieder ein bisschen Urlaub zu machen. Da wir als Outdoor Freunde unsere Umwelt schützen und unser Leben nachhaltiger gestalten wollen, haben wir im Laufe der Zeit einige Tipps zum Thema nachhaltiges Reisen sammeln können. Falls du bei deiner nächsten Reise also ein wenig mehr auf Nachhaltigkeit achten möchtest, haben wir für dich jetzt den perfekten Guide vorbereitet.

Nachhaltiges Reisen: Aspekte für nachhaltigen Urlaub

Zuerst einmal: Was ist nachhaltiges Reisen? Nachhaltiges Reisen bezieht sich nicht ausschließlich auf Umweltschutz, sondern vereint viele Aspekte der Nachhaltigkeit.

Ökologie
Das ist der Punkt, an den man als Erstes denkt. Dabei geht es darum, nicht mehr Ressourcen zu verbrauchen als nachwachsen können beziehungsweise nur so viel von einer zu verbrauchen, wie es nötig ist. Es geht hier um den Einklang mit der Natur.

Ökonomie
Dabei geht es um die Ausgewogenheit deines Trips. Die Ökonomie beim Reisen meint die lokale Wirtschaft zu unterstützen, anstatt wie beim All Inclusive bei riesigen internationalen Unternehmen einzukaufen.

Soziale Verträglichkeit
Dieser Punkt stellt heraus, dass du im Urlaub auch eine Art Botschafter:in deiner Kultur bist und du auch selbst gerne etwas über andere Kulturen erfahren möchtest. Soziale Verträglichkeit meint, dass unterschiedliche Kulturen gefördert werden sollten, und steht für einen friedlichen Umgang miteinander.

Die Siegel für nachhaltigen Urlaub

Wer schon seit Längerem versucht, nachhaltiger und ökologischer zu leben, wird wissen, dass manche Siegel eher weniger mit Nachhaltigkeit zu tun haben und mehr als Marketinginstrumente dienen. Deswegen haben wir hier für dich drei Siegel, auf die du bei deiner nächsten Reise wirklich vertrauen kannst.

Blaue Flagge: Die Blaue Flagge wird für nachhaltige Strände vergeben. Jedes Jahr werden an diesen Stränden dann Kontrolluntersuchungen hinsichtlich Wasserqualität und Umweltmanagement durchgeführt. Wenn du die blaue Flagge an deinem Strand oder bei der Urlaubsrecherche siehst, ist das schon einmal ein gutes Zeichen für nachhaltigen Tourismus.

TourCert: TourCert ist eines der etablierten Siegel für nachhaltigen Tourismus. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die ihre Verantwortung im Bereich Nachhaltigkeit besonders ernst nehmen. Die Träger müssen auch hier ihr Angebot auf Umwelt Freundlichkeit überprüfen lassen.

Viabono: Das Zertifikat kommt vom Umweltbundesamt und wird an Unterkünfte, Restaurants und Reisedienstleister vergeben. Es wird regelmäßig hinsichtlich Wasser, Abfall, Lebensmittel und Energie/Klima untersucht. 

Frau die Karte betrachtet

Foto: Leah Kelley

Die Planung

Um deine Reise nachhaltiger zu gestalten, bedarf es (wie immer) einiger Vorbereitung. Die goldene Regel der Reiseplanung: Versuch, das Verhältnis der Entfernungen zu beachten. Je länger die Reisezeit ist, desto länger solltest du bleiben und (wenn das möglich ist) dir weitere Reisewünsche in deiner Umgebung erfüllen. Außerdem könntest du ja versuchen, ein wenig von der Sprache zu lernen, die an deiner Wunschdestination gesprochen wird, bevor du losfährst. Etwas Neues zu lernen ist immer gut und erweitert den eigenen Horizont. Außerdem kannst du dann (im besten Fall) ohne Kommunikationsprobleme dein eigenes Essen bestellen! Schlussendlich zeigt das auch einen gewissen Respekt der anderen Kultur gegenüber und deinen eigenen Willen, etwas von dieser zu lernen.

Ähnlich wie bei den Siegeln kannst du auch auf nachhaltige Reiseveranstalter oder Reiseportale achten. Diese zeigen dir unter anderem nachhaltige Unterkünfte wie Hotels mit einem kologischen Anspruch oder Bio-Bauernhöfe. Auch beim Camping kannst du auf Ecocampinglätze achten.

Zu guter Letzt: Falls du noch Reiseequipment benötigst, versuch dich nach alternativen, nachhaltigeren Marken umzusehen. Davon gibt es inzwischen immer mehr. Wenn du beispielsweise bei deiner nächsten Reise gerne maximal entspannen möchtest, wie wär’s dann mit einer Hängematte, die Bäume pflanzen kann?

Die Ausführung

Selbstverständlich kannst du auch vor Ort einiges für die Nachhaltigkeit deiner Reise unternehmen. Anstatt einen Mietwagen auszuleihen, könntest du auch das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Versprochen: Es gibt nichts Besseres, als sich selbstständig durch das lokale Verkehrsnetz zu finden und dann am richtigen Ort anzukommen. Wenn du in der Natur unterwegs bist, kannst du auch mal was ganz Besonderes ausprobieren: Nimm nicht nur deinen eigenen Müll wieder mit, sondern auch den von anderen. Das nennt sich Cleanup und wird besonders an der Küste gemacht, weil dort die Verschmutzung durch Plastikmüll besonders hoch ist. Für einen Cleanup nimmst du dir 1-3 Stunde Zeit und sammelst Plastikmüll ein. Im besten Fall motivierst du andere Menschen und sie fangen an dir beim Aufräumen zu helfen.

Es ist wirklich ein tolles Gefühl, den Ort, den man besucht hat, ein kleines bisschen besser verlassen zu haben, als man ihn vorgefunden hat. Falls du nicht so viel Zeit hast, reicht es auch, klein anzufangen: Nimm von überall ein bisschen Müll mit und entsorge ihn. Wenn jede:r Reisende diese Gewohnheit in seinen Alltag integriert, bewirkt man so gemeinsam etwas Tolles.

Als abschließender Tipp noch ein Punkt zur lokalen Wirtschaft. Versuche bei lokalen Läden und Restaurants einzukaufen, die abseits der Hauptstraße oder des Touristenwegs sind und gib ein wenig Trinkgeld, wenn du das kannst. Insbesondere in Touristenmetropolen lebt die lokale Bevölkerung von Einnahmen aus der Gastronomie und dort sind Beschäftigte abhängig von Trinkgeld und freuen sich über jede Unterstützung.

Um es kurz zusammenzufassen: Alles hilft! Mach dir Gedanken vor deiner nächsten Reise und überlege, welche Punkte du umsetzen kannst. Das hilft nicht nur der Umwelt und der lokalen Wirtschaft, sondern bietet dir auch eine schönere, spannendere und individuellere Reise!

Welche Reise planst du als nächstes? Schreib es uns bei Instagram unter dem Hastag - #urlaubshäng 

Übrigens: Wenn du bei deiner Reise extrem bequem entspannen willst, schau dir mal unsere Ultraleichte Hängematte an.

 

 


Weiter stöbern…

Es gibt ein paar Fragen, die wir öfter hören als andere. Die häufigste ist wahrscheinlich: “Warum bin ich da nicht schon früher drauf gekommen?” Dicht gefolgt auf Platz zwei von: “Kann man eigentlich in einer Hängematte auch schlafen?”.

Und damit ist nicht der Powernap gemeint, der ursprünglich nur 20 Minuten dauern sollte. Es soll nämlich Menschen geben, die ihr Bett durch eine Hängematte ersetzen.